Braunbären schwören auf kleine Helferlein im Darm

Um die langen, dunklen Monate zu überleben, die sie in Winterruhe verbringen, müssen Braunbären in den Sommermonaten ordentlich zulegen. Die Darmflora der Tiere ändert sich mit jedem Jahreszeitenwechsel radikal. Mikrobiologen der schwedischen Universität Göteborg, die in den Exkrementen freilebender Braunbären nach den Spuren dieses Wechsels gesucht haben, fanden darin aber noch mehr: Die Mikroben, die den Darm der Bären bevölkern, helfen ihnen nicht nur bei der Gewichtszunahme, sondern auch bei der -abnahme! Im Sommer können die Bären dank ihrer kleinen Helfer große Fettpolster anlegen, ohne darunter gesundheitlich zu leiden, wie etwa der Mensch. Im Winter dagegen helfen ihnen die Mikroben, wichtige Körperenergie einzusparen, so dass ihrem Gehirn auch während der Winterruhe alle wichtigen Nährstoffe zur Verfügung stehen. Ihre Gesundheit verdanken Braunbären also den Bewohnern ihres Darmtraktes! Bärenbakterien demnach auch bald für den Menschen? Vielleicht. Die Ergebnisse der Studie jedenfalls könnten sehr interessant sein für Personen, die unter Ess-Störungen leiden. Auch die Weltraumforschung dürfte Interesse zeigen: eine neue Chance für den Kälteschlaf im All? Professor Schnauzbart, was sagen Sie?

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