Geheimnisse eines langen Lebens

Wissenschaftler versuchen schon seit Jahrzehnten, die Mechanismen des Alterns zu ergründen. Mitunter schlagen sie dabei ungewöhnliche Wege ein. In einem abgeschiedenen Tal von Ecuador leben Menschen, die von Krankheiten wie Diabetes, Krebs und vielleicht sogar Alzheimer verschont bleiben. Ihre Besonderheit: Sie sind alle vom Laron-Syndrom - einer Art von Kleinwüchsigkeit - betroffen. Einige international renommierte Wissenschaftler setzen große Hoffnungen in die Erforschung dieses Phänomens und dessen Zusammenhänge mit der eisernen Gesundheit der Dorfbewohner. So führt die Dokumentation von Ecuador über Tel Aviv nach Los Angeles und gibt Einblick in ein ungewöhnliches Forschungsprojekt.



Geheimnisse eines langen Lebens, eine Dokumentation von Thierry de Lestrade und Sylvie Gilman (Frankreich, 2012, 56 Min)
Ausstrahlung am 1. April um 22:55 Uhr

Trotz ihrer hohen Resistenz gegenüber Krankheiten, leiden die vom Laron-Syndrom betroffenen Menschen unter ihrer Kleinwüchsigkeit. Diese bedeutet ein oft unüberwindbares Hindernis für ihr soziales und berufliches Leben. Auch fünf Jahre nach dieser Reportage haben die Dorfbewohner immer noch nicht die Behandlung bekommen, die ihnen in den 90ern von den Pharmakonzernen versprochen wurde. Denn die equadorianische Regierung verhindert zusätzlich die Kommerzialisierung des entwickelten Medikamentes. Doch die Zeit drängt, da die Kinder dies vor dem Ende ihrer Pubertät bekommen müssen, um hoffentlich ein normales Wachstum zu erleben. Eine neue Reportage der NBC berichtet vom juristischen Kampf vieler Eltern gegen die equadorianische Regierung, gegen die sie am Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage eingereicht haben.